Ewig fließen die Wasser des Nil

von

Königin Nofretete ist tot. Mirjah, die langjährige Vertraute und beste Freundin der Königin, schreibt ihre Geschichte nieder. Als Große königliche Gemahlin ist sie Feuer und Flamme für die neue Religion ihres Gemahls Echnaton. Aber sie haben nicht mit den Menschen gerechnet und Nofretete wird schnell bewusst, dass die Religion der Liebe und des Friedens nur auf den Säulen des Todes und Krieges getragen werden kann. Aber es ist auch Mirjahs eigene Geschichte. Sie trifft ihre einzig große Liebe Sethos und heiratet ihn. Obwohl sie sich seiner Liebe bewusst ist ahnt sie, dass er mehr für Nofretete empfindet als Freundschaft. So kommt es zum großen Bruch als Nofretete sich ihn zum Liebhaber nimmt.

Es ist eine Geschichte von Freundschaft und Verrat, Hoffnung und Zerfall, Liebe und Hass, Leid und Glück. Wie nah diese Dinge beieinander stehen, wird dem Leser immer wieder schmerzlich bewusst gemacht. Die vielen Schicksalsschläge vor allem von Mirjah und das Scheitern von Echnatons Religion haben mich sehr aufgewühlt und auch sehr nachdenklich gemacht. Bei der Geschichte zieht man zwangsläufig Parallelen zu der christlichen Religion. Auch 1300 Jahre später ist der Glaube an Nächstenliebe und Frieden am Bösen im Menschen gescheitert.
Der Roman hat eine so realistische Erzählweise, die Charaktere sind so glaubwürdig dargestellt, dass man der Autorin wirklich glauben könnte, sie hätte alles mit eigenen Augen gesehen.
Selten hat mich ein Buch so in seinem Bann gezogen und mich so tief bewegt wie dieses. Für mich ein Meisterwerk

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