Die Ägypter

Leben und Alltag

Die alten Ägypter kann man mit verschiedenen Eigenschaften charakterisieren: stolz, patriotisch, eitel, familienfreundlich und tolerant.


Sie ließen sich gerne in Familienbund abbilden: mit der Mutter, die zärtlich den Arm um ihren Gemahl legt, und den kleinen Kindern zu ihren Füßen. Die Frau, die „Herrin des Hauses“, hatte in der ägyptischen Gesellschaft eine ganz besondere Stellung und war ihrem Mann nahezu gleichgestellt. Sowohl Frau als auch Mann waren sehr eitel und in der Oberschicht verwendeten die Ägypter auch schon mal mehrere Stunden pro Tag für ihre Schönheitspflege

Nacht und seine Frau

Nacht und seine Frau Tawy
Grab des Nacht (TT52), Theben-West
Neues Reich, 18. Dynastie

Stolz und patriotisch

Die alten Ägypter waren zudem ein sehr stolzes und patriotisches Volk. Für sie war Ägypten der Mittelpunkt der Erde und ihre Nachbarn, mit denen sie immer mal wieder im Clinch lagen, waren die „elende Nubier“ oder „abscheuliche Asiaten“. Aber sie waren auch sehr tolerant und wir wissen von einigen Ausländern, die sich sehr gut in die ägyptische Gesellschaft integriert haben.

Kind im Hatschepsut-Tempel

Schwangerschaft und Geburt

Familienfreundliche Ägypter

Kinder in die Welt zu setzen, war für die alten Ägypter ein hohes Gut. Sie waren ein sehr kinderliebes Volk und taten alles, um ihren Nachwuchs vor den irdischen und überirdischen Gefahren zu schützen. Doch schon vor der Geburt des Kindes konnten es einige Unwägbarkeiten geben und manchmal wollte eine Frau auch gar nicht schwanger werden. Mehr dazu in diesem Thema.

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Kind im Grab des Inherkau

Kinder und Schule

„Werde Schreiber“

lautete eine Aufforderung aus dem Mittleren Reich, die eher schwächlich gebauten Jungen etwas ironisch empfahl, diesen Beruf zu erlernen. Die alten Ägypter wussten schon früh, dass man mit Kopf und Verstand im Leben viel weiter kommt, als mit purer Muskelkraft. Daher war der Beruf des Schreibers sehr angesehen und die Schulen wurden im Land sehr geschätzt.

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Dame im Grab des Maya, Sakkara

Eheglück und Eheweib – Die Stellung der Frau

„Mache sie glücklich solange du lebst“

„Eine Frau belehren heißt einen Sandsack füllen, der an der Seite aufgeschlitzt ist“, so lautete eine „Weisheitslehre“ bei den alten Ägyptern. Böse Zungen könnten behaupten, dass sich in 3000 Jahren nicht viel geändert hat und die Frauen damals wie heute bei Belehrungen immer auf Durchzug schalten. Doch der Spruch beweist eher (aus meiner Sicht als Frau 😉 ), wie eigenständig die Ägypterinnen waren und dass sie sich nicht viel von den Männern sagen ließen. In keiner anderen antiken Kultur waren Frauen so unabhängig wie in Ägypten.

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Paar im Grab des Nacht

So sahen die Ägypter aus

Kleidung, Frisuren, Schminke

Die Ägypter, sowohl Frauen als auch Männer, legten unglaublich viel Wert auf ihr Aussehen. Sie waren erfinderisch bei ihrer Kleiderwahl, trugen raffinierte Perücken, sorgten mit wertvollen Ölen und Salben für Wohlgerüche, saßen stundenlang vorm Schminkspiegel und rasierten sich alle Haare vom Körper. Wie die alten Ägypter aussahen und wie aufwändig sie sich zurechtmachten, erfahrt ihr in diesem Thema

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