So sahen die Ägypter aus

Schminke und Parfum

Ein gepflegtes Äußeres

Die Ägypter legten großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Nicht nur die Frauen schminkten sich daher sondern auch die Männer.

Kosmetikbehälter in Form einer Ente

Die Flügel dieses bezaubernden Kosmetikbehälters konnten nach außen hin geschwenkt werden und enthüllten so ein kleines Fach für die Kosmetikartikel des Besitzers/der Besitzerin.
Neues Reich, 1550-1196 v. Chr.
Duck Cosmetic Box“ – The Walters Arts Museum
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Augenschminke

Mit einem Lidstrich umrandeten sie ihre Augen und zogen den Außenstrich bis weit an die Schläfe. Um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu gewährleisten, zogen sie mit einem Strich ihre Augenbrauen nach und verlängerten sie bis weit nach hinten. Die Augenschminke bestand aus dem Bleierz Galenit oder anthrazitfarbener Kohle und wurde mit Blei, Eisen, Mangan und Kupfer vermischt.

Kajal gegen Augenkrankheiten

Dieses Gemisch, das mit Tierfett und Pflanzenöl angereichert wurde, damit es besser verteilt werden konnte, wirkte praktischerweise auch entzündungshemmend. Augenkrankheiten waren im alten Ägypten durch den vielen Sand und das feucht-heiße Klima im Nildelta sehr verbreitet und daher schlugen die Ägypter mit der Augenschminke gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Aus diesem Grund trugen alle Gesellschaftsschichten und alle Generationen – vom Kind bis zum Greis – die schützende Augenschminke. Als Lidschatten verwendeten die Frauen smaragdgrünes Malachitpulver und pulverisiertes Blaueisenerz.

Das weibliche Schönheitsideal war ein blasser Teint. Daher tragen Frauen auf Abbildungen meistens eine hellere, ockergelbe Hautfarbe, während die Männer einen rotbraunen, dunklen Teint haben. Idy hält ihrem Gatten Renini liebevoll den Arm um die Schulter, während sie an einer Lotusblüte schnuppert. Griffbereit unter ihrem Stuhl befinden sich ein Hathorspiegel mit Kupferscheibe und Töpfe von Salben und Make-Up. Grab des Renini, el-Kab Neues Reich, 18. Dynastie

Das weibliche Schönheitsideal war ein blasser Teint. Daher tragen Frauen auf Abbildungen meistens eine hellere, ockergelbe Hautfarbe, während die Männer einen rotbraunen, dunklen Teint haben.
Idy hält ihrem Gatten Renini liebevoll den Arm um die Schulter, während sie an einer Lotusblüte schnuppert. Griffbereit unter ihrem Stuhl befinden sich ein Hathorspiegel mit Kupferscheibe und Töpfe von Salben und Make-Up.
Grab des Renini, el-Kab
Neues Reich, 18. Dynastie

Ein blasser Teint

Ein blasser Teint war für die gehobene Gesellschaft ebenfalls ein Muss. Dazu trugen die Damen Bleiweiß oder ein helles Lehmgemisch auf, das sie auf Gesicht, Hals und Arme verteilten. Als Rouge benutzten sie rötliches Ocker und mit einem Pinselchen schminkten sie ihre Lippen Karminrot.

Gut riechen…

… war für die alten Ägypter ebenfalls sehr wichtig, denn Wohlgerüche erfreuten das Herz der Götter. Die reichen Leute benutzten Natronseife oder Pasten aus tierischen oder pflanzlichen Fetten, die mit Kalkstein oder Kreide gemischt waren. Zudem nutzten sie Körperöle aus Lilien, Zimt, Kardamom und Lavendel. Aber auch mit nicht so süßlich riechenden Stoffen wie Weihrauch, Alaun und Myrrhe bestrich man den Körper.

Festgäste mit Salbkegeln im Grab des Nacht

Auf Festmählern setzten sich die Gäste parfümierte Salbkegel auf ihre Köpfe, die durch die Hitze schmolzen und wohlriechend über Haare und Gesicht flossen.
Grab des Nacht (TT52), Theben-West
Neues Reich, 18. Dynastie

Pillen gegen Mundgeruch

Wenn man am ganzen Körper gut riecht, sollte man keinen Mundgeruch haben. Dafür lutschten die Ägypter kleine schwarze Kyphi-Pillen, die aus zermahlenen Bockshornklee-Samen, Weihrauch, Myrrhe, Wacholderbeeren, Harz, Rosinen und Honig bestanden.