Sobek

Herr des Wassers, Gott der Fruchtbarkeit

Sobek galt als Gott des Wassers, der Flussufer und der Sümpfe. Der Nil soll aus seinem Schweiß entstanden sein und er galt als Auslöser für die fruchtbaren Nilüberschwemmungen.


Doch er war auch gefürchtet, denn die Menschen hatten Angst, in seinen Fangzähnen ihr Leben auszuhauchen. Doch gerade diese Gefährlichkeit und die Stärke eines Krokodils passten gut zum Königtum und so nahmen Pharaonen der 13. und 17. Dynastie den Namen Sobek in ihrem Thronnamen auf (z.B. Sobekhotep=“Sobek ist zufrieden“). Eine berühmte Statue aus dem Luxor-Museum zeigt Pharao Amenophis III. neben dem Krokodilgott. Die Ptolemäer verehrten ihn zudem als ihren Vorfahren.

Sobek

Sobek
Tempel von Kom Ombo
Ptolemäer-Zeit

Darstellung

Wir sehen Sobek in der Regel als Krokodil (oft auf einem Schrein sitzend) oder als Mensch mit Krokodilkopf. Dabei kann er eine dreigeteilte Perücke und/oder eine Krone mit Hörnern, Sonnenscheibe und hohen Federn tragen.

Der Name Sobek

Der Name bedeutete ganz einfach „Krokodil“.

Sobek in Hieroglyphen

Sobek in Hieroglyphen

Weitere Namensformen

Sebek
griechisch: Suchos

Erste Erwähnung des Namens

Im Alten Reich

Familie

Sobek galt als Sohn der Neith
In Kom Ombo war er der Gemahl der Hathor, deren gemeinsamer Sohn Chons war.

Verbindungen mit anderen Göttern

Als Gott der Fruchtbarkeit wurde er mit Osiris verbunden. Im Mittleren Reich stieg Sobeks Ansehen so hoch, dass er mit dem Sonnengott Re verbunden wurde und in späterer Zeit mit Amun. Die Griechen setzten ihn mit ihrem Sonnengott Helios gleich.

Viele weitere Götterverbindungen belegen die Bedeutung von Sobek im Laufe der ägyptischen Geschichte.

Orte der Verehrung

In der ägyptischen Mythologie soll Sobek als „Herr des Bachu“ einen Tempel aus Karneol im mythischen Westgebirge besessen haben.

In vielen Orten Ägyptens fanden sich Heiligtümer des Gottes, u.a. in Krokodilopolis in der Oase Faijum und in Kom Ombo in Oberägypten. Die dort gehaltenen Krokodile des Sobek wurden nach ihrem Tode einbalsamiert und feierlich bestattet.

Viele gefundene Amulette mit Darstellungen des Krokodilsgottes belegen seine Beliebtheit beim gesamten Volk.