Bilder aus Ägypten

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Ein paar ausgewählte Bilder aus Ägypten von meinen letzten Reisen (weitere folgen)

Medinet Habu

 Elephantine

Weitere Bilder

Hier findet ihr alle ausgewählten Bilder aus Ägypten (mit weiterführenden Informationen), die bis Oktober 2012 jeden Monat neu auf der Startseite veröffentlicht wurden

Ägypten-Bild des Monats Oktober/November: Vereinigung der beiden Länder

(Auf dem Sockel einer Statue Ramses II. im Luxor-Tempel)

Im Oktober feiern wir die deutsche Wiedervereinigung zwischen West- und Ostdeutschland. Im alten Ägypten feierten die Pharaonen zu ihrer Krönung symbolisch die Wiedervereinigung der beiden Länder Ober- und Unterägypten. Dies war ein sehr wichtiges Ereignis, das um 3000 v. Chr. unter König Narmer das erste Mal in Ägyptens Geschichte gefeiert werden konnte. Zwei Nilgötter verknüpfen hier um das Zeichen für “Vereinigung” den Lotus (oder die Lilie) als Symbol für Oberägypten und den Papyrus als Symbol für Unterägypten.


Ägypten-Bild des Monats September: Lichtspiele im Tempel von Abydos, Mittelägypten

Majestätisch erheben sich die Säulen im Inneren des Tempels von Abydos. Nur vereinzelte Lichstrahlen verirren sich dort, wo einst Fackeln nur spärliches Licht spendeten. Vogelgezwitscher hallt durch die Halle, in der vor vielen hundert Jahren nur das Geflüster und der feierliche Gesang von Priestern zu hören war. Jeder Ägypten-Reisende sollte einmal diesen wundervollen Ort mit seiner einmaligen Atmosphäre erleben. Abydos liegt in Mittelägypten, 160km nördlich von Luxor entfernt und kann entweder mit dem Taxi/Bus oder mit dem Zug (Station Balyana) erreicht werden.


Ägypten-Bild des Monats Juli/August: Priester Amenemipet und seine Frau. Doppelstatue aus dem Imhotep Museum in Sakkara


Ägypten-Bild des Monats Juni: Bauern im Grab des Menna

Im Grab des Menna (TT69) im Tal der Noblen (Theben West) können wir verschiedene Szenen aus der Landwirtschaft des alten Ägypten betrachten. Menna war Katasterschreiber und Feldmesser unter den Augen der Pharaonen Thutmosis IV. und Amenophis III. und stolz ließ er Szenen aus seinem ereignisreichen Leben in seinem Grab abbilden. Auf dem Bild sehen wir eine Tätigkeit, die das alte Ägypen um viele Jahrhunderte überdauert hat: das Getreide wird beim Worfeln hoch in die Luft geworfen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.


Bild des Monats Mai: Feluken auf dem Nil

Feluken sind eines der ältesten Transportmittel im arabischen Raum. Schon vor 5000 Jahren war der Nil die Hauptverkehrsader Ägyptens – und er ist es bis heute geblieben. Als Antrieb dienten heute wie damals entweder Ruder oder Segel. In Richtung Norden konnte man sich natürlich auch einfach mit der Strömung treiben lassen, wenn man es nicht eilig hatte.

Im alten Ägypten wurden Feluken sowohl als Reisegefährt als auch zur Beförderung von Waren oder schweren Lasten genutzt. Auch heute noch sind diese Feluken, insbesondere auf dem Nassersee, überall in Ägypten in großer Zahl anzutreffen. Heute dienen sie allerdings hauptsächlich der Touristenbeförderung, um diese entweder an einen bestimmten Ort zu bringen, oder auch einfach nur für eine kleine Rundfahrt auf dem Wasser.

Die ruhige Fahrt mit einer klassischen Feluke, nur vom Wind angetrieben, ist schon ein besonderes und sehr entspanntes Reiseerlebnis und vermittelt einen ganz anderen Blick auf das Land Ägypten, als man ihn aus dem Fenster des Reisebusses oder dem Sonnendeck des großen Nilkreuzfahrtschiffes erhalten kann. Und falls der Wind einmal ausbleiben sollte, haben Feluken immer auch Ruder an Bord, und es kann durchaus passieren, dass sich der Kapitän während einer Flaute vor den Mast stellt, und im Stehen die langen Ruder selbst betätigt. Nicht viel anders haben es die alten Ägypter vor Tausenden von Jahren gemacht.


Bild des Monats April: Relief im Tempel Sethos I. in Abydos, Ägypten

Als ich bei meiner ersten Reise nach Ägypten den Tempel von Abydos betrat, wusste ich sofort: Dies wird ein Highlight meines Ägypten -Urlaubs werden. Der Tempel strahlt so viel Ruhe und Würde aus, als wäre die Zeit stehen geblieben. Als würde jeden Moment wieder der Hall der Schritte und die Gesänge der Priester wie vor 3000 Jahren zu hören sein. Im Herzen Ägyptens, wo die Menschen dem Totengott Osiris am nächsten waren, hinterließ Pharao Sethos I. einen Totentempel für die Ewigkeit. Hier sollte nicht nur den Göttern gehuldigt werden, sondern auch dem vergöttlichten Pharao selbst – bis ans Ende der Zeit. Für viele Reliefs endete die Zeit schon mit Einzug des Christentums in Ägypten, als die heidnischen Bildnisse von Gläubigen herausgemeißelt wurden. Doch viele Reliefs und Hieroglyphen haben die Zeit überdauert und zeigen mit ihrer Schönheit und ihrem Detailreichtum auch heute noch, dass Abydos einst das wichtigste religiöse Zentrum in ganz Ägypten war. Das Bild zeigt Pharao Sethos I. wie er den beiden Göttern Ark-Sepf und Wenti in ihrem Schrein ein Tablett mit Essen opfert.


Bild des Monats März: Pyramiden – Blick aus einem Hotelzimmer des Mena House Oberoi Hotels

Die Pyramiden! Monumentale Bauwerke aus Stein, welche die Zeit überdauert haben. “Vier Jahrtausende schauen auf euch herab”, soll Napoleon zu seinen Soldaten gesagt haben, um sie für die nächste Schlacht in Ägypten zu motivieren. Auch heute noch blicken wir staunend zu den Pyramiden hoch und fragen uns, wie die alten Ägypter vor 5000 Jahren und ohne technische Hilfsmittel so etwas erschaffen konnten! Die Cheops-Pyramide (links) ist die größte von den dreien (rechts die Chephren-Pyramide, die Mykerinos-Pyramide ist nicht im Bild). Ursprünglich 146,6m hoch (heute “nur” noch 138,75m) wurde sie aus 3 Millionen Steinblöcken erschaffen, von denen einer alleine im Schnitt 2,5 t wiegt. Im alten Ägypten müssen die Pyramiden einen noch viel erstaunlicheren Anblick geliefert haben, denn sie waren mit glatten, weißen Kalksteinblöcken verkleidet, in denen sich die Sonnenstrahlen spiegelten. Reste davon sieht man heute nur noch an der Spitze der Chephren-Pyramide. Das Foto wurde aus einem Zimmer im Mena House Oberoi Hotel gemacht. Eines der schönsten, wenn nicht sogar DAS schönste Hotel in ganz Ägypten. Das Zimmer mit Blick auf die Pyramiden ist wahrlich kein Schnäppchen, aber doch ein echter Traum, den sich jeder Ägypten-Fan einmal erfüllen sollte.


Bild des Monats Februar: Säulensaal im Tempel von Dendera

Wer zum ersten Mal den Tempel von Dendera betritt und seinen Blick staunend nach oben richtet, der spürt, dass er gerade an einem der schönsten Orte in ganz Ägypten steht. 24 imposante Säulen mit dem Antlitz der Göttin Hathor tragen eine Decke mit astronomischen Darstellungen, die so voller Farbenpracht ist, als sei sie erst gestern von den Malern des alten Ägypten verziert worden. Der Betrachter erblickt eine Himmelskarte mit den verschiedensten Tierkreiszeichen, die teilweise erst von den Römern eingeführt wurden. Überall sieht er Bilder der Himmelsgöttin Nut, die jeden Abend die Sonne verschluckt, um sie am nächsten Morgen wieder zu gebären. Auch wenn die Christen an diesem für sie heidnischen Ort ihre Spuren hinterließen, indem sie Gesichter und Körperteile aushackten und der Ruß ihrer Feuerstellen die Decken einiger Räume schwarz färbte, so steht in Dendera doch der besterhaltenste Tempel Ägyptens aus griechisch-römischer Zeit.



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