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![]() Musikantinnen, Grab des Nacht, Theben |
Ein
anderes Fest war das "Schöne Fest im Wüstental". Auch hierbei spielte Amun
wieder eine große Rolle. Seine Statue wurde ans westliche Ufer nach Deir el-Bahari
("Wüstental") gebracht und entlang des westlichen Nils zu den Totenstätten
geführt. Die Menschen versammelten sich in den Gräbern ihrer verstorbenen Verwandten und
hofften, dass der Gott seine Kraft auf ihre toten Vorfahren niederließ. Die Festzüge wurden begleitet von etlichen Musikanten, Tänzerinnen, Opfertieren, hohen Persönlichkeiten des Reiches und Tausenden von Menschen, die die Straßen säumten und ihren Göttern zujubelten. Leider durften sie selbst die Götter aber nicht sehen. Die Statuen wurde in einer Truhe versteckt, denn es war nur den Priestern und dem Pharao bestimmt, den Göttern ins Antlitz zu schauen. Das größte Fest fiel am letzten
Tag des 4. Erntemonats. An diesem Tag wurden die Epagomenen (griechisch: "die
Darangefügten") gefeiert. Sie sind die letzten 5 Tage des Jahres und werden als
Geburtstage der Götter verehrt. Es gab aber noch weitaus mehr Götterfeste, denn schließlich musste jedem Gott gehuldigt werden. So huldigte man Hathor, Horus und Ihi bei dem "Fest der schönen Vereinigung". Eine feierliche Prozession schiffte den Nil entlang und machte Halt bei allen wichtigen Heiligtümern Mins Hauptfest, der der Gott der männlichen Fruchtbarkeit war, war das "Fest der Treppe". Der Gott empfing auf seiner "Treppe" (evtl. ist damit die Götterbahre gemeint) die erste, vom König selbst geschnittenen Ähre. Beim Fest des falkenköpfigen Sokaris wurde ein Stein auf einer Barke über die Felder gezogen, gefolgt von Menschen mit Zwiebelkränzen um den Hals. Soweit nur einige Beispiele.
Weitere Feste in: Die Feste der Pharaonen |