Die Haremsverschwörung
Unter
Ramses III. plante eine feine Dame mit dem Namen Tiji, den Pharao zu ermorden, um ihren
eigenen Sohn auf den Thron zu bringen. Für ihr Vorhaben gewann sie sowohl weitere Frauen
aus dem Harem, als auch hohe Beamte des Staates. 28 männliche und eine größere Anzahl
an Frauen ist uns überliefert. Während des Talfestes im Palast von Medinet Habu sollte
der Pharao ermordet werden, aber der Anschlag misslang und die Angeklagten mussten sich
vor Gericht verantworten. Der Prozessverlauf ist uns auch im Turiner Verschwörungspapyrus
erhalten geblieben:
"Der große Feind Paibekkamen, der Haushofmeister gewesen war. Er er wurde gebracht
weil er sich der Tiji und den Frauen des Harems angeschlossen hatte. Er machte gemeinsame
Sache mit ihnen und ging dazu über, ihre Worte nach draußen zu bringen zu ihren Müttern
und ihren Brüdern und Schwestern, welche da waren, indem er sagte: "Sammelt Leute
und schürt die Feindschaft!", um einen Aufruhr gegen ihren Herrn zu machen. Und sie
stellten ihn vor die hohen Beamten des Ortes der Untersuchung, und sie untersuchten sine
Verbrechen und fanden, dass er sie begangen hatte. Und seine Verbrechen ergriffen Besitz
von ihm, und die Beamten, die ihn verhört hatten, ließen seine Strafe an ihm
haften bleiben." (nach Sir Alan Gardiner). Diese Strafe war für die meisten
wahrscheinlich der Tod. Der Sohn der Haremsdame Tiji, der zum Pharao werden sollte, musste
sich selbst umbringen, wie es in Ägypten bei Mitgliedern der königlichen Familie der Fall war.
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