Die Mumienaktie

Mumienaktie des Museumsverein Hamm 1886
Gustav-Lübcke-Museum Hamm
Als im Jahre 1886 der
Ägyptologe Henrich Brugsch einen Vortrag in der Stadt Hamm
in Westfalen über Mumien hielt, waren die Zuhörer so begeistert, dass sie auch unbedingt
eine Mumie für ihr Museum haben wollten. Aber woher sollte man das Geld nehmen? Also kam
man auf die Idee einen Mumienverein zu gründen und Mumienaktien im Wert von 20 Mark
herauszubringen. Und tatsächlich hatten sie schon bald das Geld zusammen und der Bruder
Emil Brugsch, der Kurator am ägyptischen Museum Kairo war (und sich etwas
"Taschengeld" durch den Verkauf von Antiquitäten verdiente), verkaufte der
Stadt Hamm eine weibliche Mumie, die am 14.12.1886 in Hamm eintraf und unter großem
öffentlichen Interesse ausgestellt wurde. Das Ziel des Mumienvereins war erreicht und er
wurde so auch kurze Zeit später schon wieder aufgelöst und man übergab die Mumie den
Museumsverein. Leider erwies sich die ganze Mühe als umsonst, denn die Mumie wurde im
Zweiten Weltkrieg Opfer einer Bombe.
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