Wird es eng um Nofretete?

 

Die BZ-Berlin beruft sich in ihrem Artikel auf die aktuelle Ausgabe des Spiegels. Hier behauptet der Ägyptologe Rolf Krauss, dass die Büste der Nofretete eigentlich nicht in Berlin sein dürfte. Der Entdecker Ludwig Borchardt hätte Ägypten für die Nofretete den "Klappaltar von Kairo" überlassen. Dieser sei laut Krauss eine Fälschung.
Der "Klappaltar" wurde einen Monat nach der Entdeckung der Nofretete gefunden, genug Zeit um ihn fälschen zu lassen. Christian Loeben, Leiter des ägyptischen Museums Hannover, unterstützt Krauss' These. Das Objekt sei ein "in betrügerischer Absicht gefertigter Stilmischmasch". Der Leiter des ägyptischen Museums Berlin, Dietrich Wildung, bestreitet das. Er und viele seiner Kollegen seien sich sicher, dass der Klappaltar echt ist. Außerdem hätte Krauss schon vor 10 Jahren im US-Magazin "KMT" darüber spekuliert. "Für Krauss ist dies eine schöne Gelegenheit sich ins Gespräch zu bringen" so Wildung.

Trotz seiner Annahme möchte Krauss auch nicht, dass Nofretete nach Ägypten zurück muss. Aber er fürchtet, dass Deutschland nicht um eine Entschädigung herumkommen wird. Nofretete wird laut BZ-Berlin auf 390 Mio Dollar geschätzt.


Quelle:
BZ-Berlin

Der Spiegel hat den Artikel leider (noch?) nicht online veröffentlicht. Viele Infos über die "Verschwörungstheorien" rund um Nofretete und viele weitere Informationen erhalten ihr auf der Homepage des ZDF. Leider hat das ZDF eine falsche Abbildung des Klappaltars veröffentlicht. Das dort abgebildete Altarbild Echnatons und Nofretetes (zu sehen im Ägyptischen Museum Berlin) soll Borchardt als Vorbild für den Klappaltar genommen haben.


Eine, leider nur, kleine Abbildung des Klappaltars findet ihr auf der Homepage des ägyptischen Museums Kairo.
Die Argumente, die der Spiegel (22/2009) als Beweise für eine Fälschung aufzählt, hat BZ-Berlin ebenfalls veröffentlicht (leider ohne Bild)

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