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Büste der Hatschepsut eine Fälschung? Das Ägyptische Museum Berlin scheint nicht zur Ruhe zu kommen. Nach Zweifel an der Echtheit der Nofretete-Büste und des Papyrus mit der Unterschrift Kleopatras, fragt nun wieder jemand nach der Echtheit eines antiken Objektes - der Büste der Hatschepsut. Dieser Jemand ist ein
unbekannter Forscher namens Klaus Köller. Er hegte schon lange Zweifel an
der Echtheit der Büste, die das Ägyptische Museum Berlin 1986 zusammen mit
der Ernst-von-Siemens-Stiftung für 1 Millionen DM von einem der
"bedeutendsten Antiquitätenhändler Englands" (F.A.Z.) Robert Symes gekauft
hatte. Der Spiegel (Ausgabe Nr. 30 vom 20. Juli 2009) berichtete von schlechten Vorzeichen wie eine
Verurteilung Symes wegen eines despektierlichem Verhaltens vor Gericht oder
dass die Büste "ziemlich verschmutzt"(?) war. Über "Umwege" bekam nun Klaus Köller ein Tütchen mit Gesteinssplitter, die angeblich bei der Socklung der Büste durch die Bohrung hinabgerieselt sind. Klaus Köller hat nun
diese Gesteinssplitter von der technischen
Universität (TU) Berlins untersuchen lassen. Hierbei handelte es sich um
"Magnesit-Siderit-reichem Gestein" und nicht aus Granit, woraus die Büste
eigentlich sein soll. Außerdem entdeckten die Wissenschaftler eine
"faserige" Substanz, wie man sie in modernen Baustoffen findet. Einige Medien schrieben, dass
Klaus Köller von der TU Berlins sei. Laut F.A.Z. ist Herr Köller dort
gänzlich unbekannt. Wie dem auch sei, die TU meldete sich zu Wort, dass sie
nur ein Tütchen Gesteinssplitter untersucht hätten, die genauso gut aus der
"Berliner Oranienstraße" (F.A.Z.) stammen könnte. Und weiter schreibt die
F.A.Z.: "Fatale
Ergebnisse, die zwei Jahre nach der Analyse zum "Spiegel" gelangten und so
schließlich für internationales Aufsehen sorgten. Köllers Tütchen reichte,
um eine weitere Darstellung Hatschepsuts unwiederbringlich verloren scheinen
zu lassen.
Die Sprecherin der zu Museum gehörenden Preußenstiftung, Stefanie Heinlein, äußerte ebenfalls Zweifel an der Untersuchung. Frühere Gutachter hätten die Echtheit der Büste bestätigt. Ob es eine weitere Untersuchung an der Büste geben wird, hielt sie offen. Quellen: Ein Interview mit Katja Lembke vom Römer- und Pelizaeus Museum Hildesheim zu diesem Thema findet ihr beim Deutschlandradio
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