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Mumifizieren wie die alten Ägypter Am Anatomischen Institut der Uni Zürich forscht Dr. Frank Rühli an einem ganz besonderen Projekt. Zu wissenschaftlichen Zwecken mumifiziert er menschliches Gewebe. Alle zwei Wochen wird das Gewebe mit Magnetresonanz und Computertomografie analysiert und der Zerfall der DNA beobachtet. Interessant für Archäologen könnte die Beobachtung sein, ob wirklich die am wenigsten zerfallenen Körperteile sich am besten für die Entnahme von DNA eignen. Aber auch Forensiker können ihren Nutzen aus dem Forschungsprojekt ziehen. "Immer wieder werden Leichen erst nach mehreren Wochen gefunden. Einige von ihnen sind teilmumifiziert. Zum Beispiel, wenn sie bei einer Heizung lagen." so Rühli Daher ist auch die Beantwortung der Frage, wie sich Umwelteinflüsse auf die Erhaltung menschlichen Gewebes auswirken, das Ziel dieses Projektes. Wie die alten Ägypter entzieht auch Rühli dem Gewebe mit Hilfe von Salz das Wasser. Rätselhafterweise dauert es länger als die 70 Tage Mumifizierungszeit der alten Ägypter. Aber nach spätestens 90 Tagen gibt es keinen Unterschied mehr zwischen einem kürzlich verstorbenen Menschen und einem vor 3000 Jahren verstorbenen Ägypter. Das Bein, an dem Rühli gerade arbeitet, wird nach der Untersuchung übrigens mit dem Rest des Körpers bestattet. Die Personen haben ihren Körper vor ihrem Tod schriftlich für Forschungszwecke freigegeben. Trotzdem wollte Rühli auf Nummer Sicher gehen und holte sich noch die Erlaubnis der Ethikkommission ein. Rühli ist kein Unbekannter auf dem Gebiet. Durfte er auch schon die Mumie Tutanchamuns und die der Gletschermumie Ötzi untersuchen. Den Artikel und mehr Infos zu dem Thema findet ihr beim Tagesanzeiger
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