|
|
|
|
Die alten Ägypter hatten natürlich ganz andere Feste
als heute. Dennoch überrascht manches aus heutiger Sicht irgendwie doch. So sind Feste
zur Geburt eines Kindes nicht bekannt, ebenso wenig wie Geburtstagsfeiern. Allein bei
Hochzeiten veranstaltete man ein kleines bis großes Fest (je nach Stand der Familie).
Eine Zeremonie wie wir sie heute kennen gab es übrigens nicht. Eines der größten offiziellen Feste war das Heb-sed Fest (bekannter unter Sed-Fest), das für den Pharao 30 Jahre nach seiner Thronbesteigung und danach alle 3 Jahre erneut gefeiert wurde. Wenn ein Pharao wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hat wurde das Fest auch mal vorverlegt. Beim Sed-Fest ging es darum zu zeigen, dass der Pharao noch regierungsfähig ist, bzw. wurde die Kraft des Herrschers durch mehrere Verjüngungsriten erneuert oder verstärkt. Ein besonderes Fest war es auch, wenn jemand aus Pharaos Gefolge das "Ehrengold" für besondere Leistungen verliehen wurde. Dann wurde er vom Pharao selbst mit Schmuck und anderen Kostbarkeiten behangen. Im Volk war besonders das Fest zu Jahresbeginn beliebt. Es wurde im Hochsommer gefeiert, wenn die, für die Felder lebenswichtige, Überschwemmung begann und der Stern Sirius (die Göttin Sopdet) erschien. Des weiteren gab es noch eine Menge Erntefeste, bei denen die alten Ägypter die Fruchtbarkeitsgötter verehrten und sie um eine gute Ernte anflehten. Auch außerhalb der geregelten Feiertage liebte es die hohe Gesellschaft der alten Ägypter berauschende Feste zu feiern. Tänzerinnen, Akrobaten und Musikanten waren für die Unterhaltung der Gäste zuständig. Dienerinnen und Diener sorgten für das leibliche Wohl der Gesellschaft. Speisen wie Fleisch, Brot und Obst waren ebenso reichlich vorhanden wie Bier und schwere Weine. Das Trinken war anscheinend eine Lieblingsbeschäftigung der alten Ägypter, gab es doch ein Fest das einfach nur "Trunkenheit" (techi) hieß.
Weitere Feste unter: Feste zu Ehren der Götter |