Die Umschrift

Wenn man Wörter von einer Schrift in die eigene überträgt, so nennt man dies Transkription oder Umschrift. Das Problem ist aber dabei, dass wir für manche Buchstaben in anderen Sprachen keine eigenen Buchstaben haben.
Also behelfen wir uns mit Buchstaben die dem Laut ähnlich sind.
Genauso gehen wir mit den ägyptischen Hieroglyphen um. Manche Laute besitzt unsere Sprache einfach nicht.
Die Hieroglyphe   hieroa.gif (1044 Byte)  hat die Umschrift umaleph.gif (891 Byte) (Aleph). Um den Buchstaben aussprechen zu können behelfen wir uns einfach mit einem a (Aussprache in etwa wie bei "am").
Die Hieroglyphe  hieroaa.gif (941 Byte)   wird mit umajin.gif (877 Byte) (Ajin) umschrieben und durch ein tief im Kehlkopf gebildetes a ausgesprochen. In der Hieroglyphenschrift gibt es also dementsprechend keine Vokale in dem Sinne, wie wir sie heute kennen.
Das ägyptische Alphabet ist also so gesehen viel komplexer als unseres. Wir benutzen nur einen Buchstaben für zwei verschiedene Aussprachen. Für "Igel" und "im" benutzen wir immer ein "i", obwohl wir den Anfang der beiden Wörter eigentlich ganz anders aussprechen.