Die Titanic und der Fluch der Mumie

Die 'unglückselige Mumie'

Inhaltsverzeichnis

Jede Menge Wirbel um einen Sargdeckel

Eine andere Variante der „Fluch der Mumie“-Geschichte bringt die berüchtigte „unglückselige Mumie“ aus dem British Museum in London mit ins Spiel.

von Pearson's Magazine (Pearson's Magazine of 1909) [Public domain], via Wikimedia Commons

Cover des „Pearson’s“ Magazin von 1909, das sich mit dem Fluch der „unglückseligen Mumie“ beschäftigte.
von Pearson’s Magazine (Pearson’s Magazine of 1909) [Public domain], via Wikimedia Commons

Streng genommen handelt es sich hierbei nicht um eine Mumie, sondern um den Sarkophagdeckel einer Priesterin des Amun aus der 21. oder 22. Dynastie (ca. 1000 v. Chr.). Bevor dieser auf die Titanic gebracht wurde, sorgte die Priesterin mit ihren „Flüchen“ für jede Menge Wirbel. Eine Spur des Unglücks zieht sich hinter der Geschichte dieses Deckels her, und er soll Verursacher von Unfällen und Todesfällen gewesen sein.

Hausbrände, Selbstmorde, mysteriöse Todesfälle

Die hauptsächlichen Opfer sollen nicht gerade respektierlich mit der antiken Dame umgegangen sein. Eine Frau, die besonders rüde Worte über den Sargdeckel von sich gegeben haben soll, stürzte sogleich die Treppe hinab und verstauchte sich den Fußknöchel. Ein Journalist, der in seinem Bericht über den Deckel der Priesterin scherzte, starb ein paar Tage später eines unerwarteten Todes. Schon der erste Besitzer, Douglas Murray, der den Sarkophag 1860 in Ägypten erworben hatte, soll ein Opfer des „Fluchs der Mumie“ geworden sein, als seine Pistole plötzlich explodierte und seinen halben Arm mitriss. Über die Flüche der „unglückseligen Mumie“ gibt es eine ganze Liste, die von Hausbränden, über Selbstmorde bis hin zu mysteriösen Todesfällen in der Familie reichen.

Klopfen und Jammern

Nach mehreren Besitzerwechseln landete sie schließlich im British Museum. Dort hörten die seltsamen Vorfälle aber nicht auf und die Mitarbeiter des Museums hätten schwören können, dass jede Nacht ein Klopfen und Jammern vom Sargdeckel ausging. Schließlich landete der Deckel der Priesterin im Keller des Museums, wo sie der amerikanische Archäologe William T. Stead erwarb und mit an Bord der Titanic brachte. Der Rest der Geschichte ist bekannt…