Der Fluch des Pharao

Viele fürchten heute noch den Fluch des Pharao

Der Fluch-Mythos geht weiter

Der Fluch des Pharao geisterte noch viele weitere Jahre durch die Presse. Zuletzt 2005, als Tutanchamun aus seinem Grab geholt wurde, um ihn einer gründlichen CT-Untersuchung zu unterziehen. Das Auto mit dem CT-Scanner hatte beinahe einen Unfall, ein Sandsturm fegte über die Köpfe der Wissenschaftler und der Scanner fiel geschlagene 2 Stunden komplett aus.

Zahi Hawass und die Statue

Auch heute noch, fast 90 Jahre nach der Entdeckung von Tutanchamuns Grab, fürchten viele den Fluch des Pharao. Zahi Hawass, ehemaliger Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung, erzählte folgende Anekdote: Eine Kanadierin hörte von den Anstrengungen der SCA (die ägyptische Altertümerverwaltung), gestohlene Altertümer wieder nach Ägypten zurückzubringen. Sie schrieb an Zahi Hawass, dass sie für 10 000 Pfund eine antike ägyptische Statue in London gekauft hätte und sie diese gerne wieder in ihr Ursprungsland zurückgeben wollte. Hawass, glücklich über die Großzügigkeit dieser Frau, schrieb einen Dankesbrief zurück. Umso größer das Entsetzen, als die Dame ihre 10 000 Pfund Ausgaben für die Statue wiederhaben wollte und auch gleich ihre Adresse, wohin der Scheck gehen sollte, zurückschickte.

Hawass wollte aber kein Geld geben, da er Bedenken hatte, andere könnten solche Forderungen zum Vorbild nehmen. Doch er wollte diese wunderschöne Statue eines Mädchens, um dessen Körper sich eine Schlange windet, unbedingt haben. Also schrieb er der Frau zurück und erzählte ihr vom Fluch des Pharao und dass dieser Fluch jeden befällt, der es wagt, eine Statue aus einem Grab in seinem Haus aufzustellen. Die Pharaonen wären erbost über solche Taten und Flüche würden dadurch geradezu provoziert. Kurz nachdem der Brief in Kanada ankam, ging die Frau kurzerhand zur ägyptischen Botschaft in Toronto und gab ihre Statue ohne weitere Forderungen kostenlos ab.

Fluch ja oder nein?

Ob man nun an den Fluch des Pharao glaubt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich persönlich halte die Tatsache, dass ein Fluch ja eigentlich den Entdecker treffen müsste – und das wäre bei Tutanchamun ja nun einmal Howard Carter gewesen – für das ausschlaggebendste Argument, nicht daran zu glauben.