Von Flüchen in Gräbern

Vom Aspergillus Flavus und anderen Pilzsporen

Inhaltsverzeichnis

Gift für die Lungen

Mikrobiologische Untersuchungen haben tatsächlich den Beweis erbracht, dass sich auf den Grabwänden, im Staub und in jahrtausendealten Nahrungsmitteln, die der Grabherr mit auf seine Reise ins Jenseits nehmen sollte, Sporen von unterschiedlichen Pilzen der Gattung Aspergillus (der bekannteste ist der Aspergillus flavus) sowie des Schimmelpilzes Cephalosporium fanden.

Archäologen, die viel mit Papyri arbeiten, so eine Studie aus dem Jahr 1962, litten besonders häufig an Hautausschlag und Atemwegserkrankungen – Krankheiten, die durch Aspergillus-Pilze ausgelöst werden können. Sporen von Pilzen können also tatsächlich die Jahrtausende überlebt haben. Für gesunde Menschen sind sie aber relativ harmlos. Nur gesundheitlich sehr angeschlagene Menschen können dadurch ernsthaft krank werden und dann sogar an Organversagen sterben.

Sachmet im Ptah-Tempel

Die Menschen glauben nicht nur an Flüche in Gräbern. Im Ptah-Heiligtum des Karnak-Tempels soll eine Statue der löwenköpfigen Sachmet verflucht gewesen sein. Über Jahre hinweg soll die Göttin in hellen Mondnächten ihr Unwesen in der Stadt getrieben und kleine Kinder getötet haben. Dieser Aberglaube ging sogar so weit, dass die Bewohner mit Steinen und Knüppeln auf die Statue der Sachmet eingeschlagen haben.