Opet-Fest und Talfest – Feste zu Ehren der Götter

Das ägyptische Neujahrsfest

Bevor es mit den Feierlichkeiten für das Neujahrsfest losging, kamen erst noch die fünf Schicksalstage – die Epagomenen.

Die fünf Schicksalstage

Im alten Ägypten hatte jeder Monat 30 Tage, also bestand ein ägyptisches Jahr aus insgesamt 360 Tagen. Damit das Jahr 365 Tage hatte, ergänzten die Ägypter ihr Jahr am Ende noch um weitere fünf Tage, die als Geburtstage der Götter Osiris, Haroeris, Seth, Isis und Nephthys galten.

Was in diesem Zeitraum passierte, galt als Vorzeichen für das kommende Jahr. Im “Buch von den fünf Zusatztagen” wurde ausführlich darüber berichtet. An drei Tagen, nämlich an den Geburtstagen von Osiris, Nephthys und besonders an dem des Seth, sollte man nicht ohne Gebete und magische Formeln aus dem Haus gehen. An den Epagomenen entzündeten die Ägypter Fackeln an den Gräber ihrer verstorbenen Verwandten.

Das Fest des Neujahrs

In der Nacht vor dem ägyptischen Neujahrstag stellten die Priester die Götter auf dem Dach ihres Tempels. Die Sonnenstrahlen des neuen Morgens sollten den Göttern neues Leben einhauchen.

Natürlich begrüßten auch schon die alten Ägypter den ersten Tag des neuen Jahres mit einem rauschenden Fest. In Heliopolis erzählt uns eine Inschrift aus der 5. Dynastie von 100 600 Portionen Brot, Bier und Kuchen, die anlässlich des Neujahrfestes alleine für den Gott Re, seine Priester und dem königlichen Hofe verteilt wurden.