Ramses II.

Ramses' Familie

Viele Frauen, noch mehr Kinder

Als Ramses mit etwa 25 Jahren, um ca. 1279 v. Chr., den Thron bestieg, war er mindestens schon seit 10 Jahren mit seinen beiden Hauptfrauen Nefertari und Isisnofret verheiratet. Er hatte damals schon eine Kinderschar von mindestens 10 Söhnen und 4 Töchtern – die Kinder von seinen Nebenfrauen nicht mitgerechnet – und es sollten noch viel mehr Sprösslinge folgen.

Kinder von Ramses II.

Ramses ehrte seine Kinderschar, indem er sie auf Tempelwänden verewigte, wo sie in langen Prozessionen hintereinander abgebildet wurden. Selbst ein riesiges Grab ließ er für sie im Tal der Könige errichten (KV5), das 1995, nachdem es lange Zeit verschollen war, wiederentdeckt wurde.
Ramesseum, Theben-West
Neues Reich, 19. Dynastie

Die Kinder

Pharao Ramses wurde im Laufe seiner langen Regierung Vater von mindestens 50 Söhnen und 38 Töchtern. Doch nur die Söhne seiner Hauptfrauen trugen den Titel „Leiblicher Sohn des Königs“ und waren für seine Nachfolge vorgesehen.

Ramses‘ berühmte Kinder

Viele von seinen Kindern überlebte Ramses locker. Erst sein 13. Sohn Merenptah, Sohn der Isisnofret, erbte seinen Thron. Und der war zum Antritt seiner Regierung auch schon über 55 Jahre. Über einen weiteren Sohn von Ramses erzählte man sich auch noch 1000 Jahre später viele Geschichten: Chaemwaset – Hohepriester des Ptah in Memphis. Er war ein sehr belesener und neugieriger Mann. Er wird heute auch schon mal als erster Archäologe der Geschichte gesehen. Er öffnete und untersuchte alte Gräber und setzte verfallene Baudenkmäler wieder in Stand. Doch auch Legenden ranken sich um den wissbegierigen Chaemwaset. Sie erzählen von seiner Suche nach der Schriftrolle des Thot und beschreiben seinen Weg in die Unterwelt, wo er mit eigenen Augen sehen wollte, wie die Guten belohnt und die Bösen bestraft werden.

Seine Frauen

Woher seine beiden Hauptfrauen Nefertari und Isisnofret kamen, wissen wir nicht. Vielleicht waren sie bürgerlicher Herkunft.

Ramses' Lieblingsfrau Nefertari auf einer seiner zahlreichen Statuen verewigt Tempel von Luxor

Ramses‘ Lieblingsfrau Nefertari auf einer seiner zahlreichen Statuen verewigt
Tempel von Luxor

Nefertari

Ramses‘ Lieblingsgemahlin war aber eindeutig Nefertari. Ihr widmete er eine Kultstätte neben seinem berühmten Tempel in Abu Simbel und schenkte ihr das schönste Grab im Tal der Königinnen (QV 66). Sie starb etwa in seinem 25. Regierungsjahr, kurz nach der Fertigstellung seines Tempels von Abu Simbel, der zur Hälfte auch seiner Frau Nefertari geweiht war.

Isisnofret

Isisnofret lebte ungefähr bis zu Ramses‘ 34. Regierungsjahr, konnte aber nie die Gunst erreichen, die Nefertari bei ihrem Mann genossen hatte. Ramses heiratete, wie es damals üblich war, zudem noch drei seiner Töchter, die zu seinen Großen königlichen Gemahlinnen wurden: Bintanat, Tochter der Isisnofret, Meritamun und Nebettaui, Töchter der Nefertari. Auch die älteste Tochter seines hethitischen Verbündeten, die den ägyptischen Namen Maathorneferure annahm, machte er zu seiner Großen königlichen Gemahlin.