Fotografieren – Was darf ich, was nicht?

Fotografieren in in historischen Stätten und Museen

Urlaubserinnerungen

Auch wenn es offiziell verboten ist, machen einige Touristen gerne davon Gebrauch: Fotografieren gegen Bakschisch. Schließlich geben die oftmals farbenfrohen Gräber doch die schönsten Urlaubserinnerungen her. Und schnell ist mal das Handy gezückt. Aber heimlich solltet ihr auf keinen Fall euer Smartphone oder eure Kamera ziehen und ein Nein der Grabwächter akzeptieren.

Fotografieren in Gräbern

Meist kommen die Grabwächter jedoch von ganz allein auf euch zu und bieten es an, wer mag kann das Angebot gern annehmen. Ihr solltet euch dabei aber sehr diskret verhalten, denn unter den Grabwächtern herrscht eine gewisse Konkurrenz und wenn der Grabwächter von Grab B mitbekommen sollte, dass euch der Wächter aus Grab A das Fotografieren erlaubt hat, könnte es zu Diskussionen kommen: da werden Kameras eingezogen, es wird mit Polizei, Antikenbehörde usw. gedroht. Derartige Situationen lassen sich in der Regel mit weiteren Pfundscheinen in Wohlgefallen auflösen. Im Zweifelsfall kann bzw. muss ich euch an dieser Stelle den Tipp geben, es zu lassen.

Fotografieren im Tal der Könige

Im Tal der Könige herrscht ein striktes Fotografierverbot. Hier gibt es sogar Taschenkontrollen, also lasst euch nicht dabei erwischen, eine Kamera mit ins Tal zu schmuggeln. Bestenfalls wird euch nur die Kamera abgenommen. Schlimmstenfalls werdet ihr festgenommen und mit Strafen bis zu 1000 Dollar belegt, wenn man den Gerüchten glauben darf. Es gilt: Fotografieren verboten! Sogar außerhalb der Gräber. Also Kameras lieber im Hotel/im Bus lassen.

Blitzlicht verboten!
Sind auf dem Fotoobjekt eurer Begierde Farben, solltet ihr NIE mit Blitz fotografieren, denn es bleicht die Farben der Malereien aus und zerstört sie unwiderruflich! Das gilt ebenso für das Berühren von Reliefs und Wandmalereien.

Fotografieren in Museen

In den meisten Museen Ägyptens dürft ihr nicht fotografieren. Um den Tourismus anzukurbeln bietet das Ägyptische Museum in Kairo, das Luxor-Museum und das Krokodil-Museum in Kom Ombo seit 2016 ein Fototicket für 50LE (ungefähr 6€) an. Wenn ihr den Betrag nicht ausgeben möchtet, müsst ihr eure Kamera im Ägyptischen Museum Kairo  am Eingang abgeben. Als wir 2011 im ägyptischen Museum waren, haben viele ägyptische Schülergruppen ihre Kameras gezückt, ohne dass jemand etwas dazu gesagt hat. Dennoch würde ich das als Tourist lieber nicht versuchen.

Keine Taschenkontrollen aber „Fotografieren verboten“ heißt es im Imhotep-Museum in Sakkara und im Luxor-Museum sowie im Krokodil-Museum in Kom Ombo.

Fotografieren verboten in Kom el Hattan

Auch bei Ausgrabungen, wie hier am Tempel von Amenophis III. in Kom el Hattan (Theben-West) heißt es: Fotografieren verboten!

Fotografieren in den Pyramiden

Wenn ihr eine Pyramide besichtigen wollt, müsst ihr offiziell eure Kamera beim Wächter abgeben. In der Cheops-Pyramide hängt sogar eine Überwachungskamera in der Grabkammer (ob sie wirklich funktioniert ist eine andere Sache).

Fotografieren in Tempeln

In (fast) jedem Tempel Ägyptens dürft ihr erfreulicherweise Fotografieren und euch so ein paar schöne Urlaubserinneurngen mit nach Hause nehmen.

Der Tempel von Abu Simbel

Eine Ausnahme ist der Tempel von Abu Simbel. Leider gilt hier seit einigen Jahren im Inneren der Tempel ein Fotografierverbot. Von der äußeren Tempelanlage könnt ihr Fotos machen. Taschenkontrollen gibt es meines Wissens nicht, was natürlich dazu einlädt, doch heimlich ein paar Fotos zu machen. Aber lasst euch nicht erwischen.

Fotografieren mit dem Handy

Fast jeder hat eins und fast jeder gebraucht es nicht nur zum Telefonieren: viele Handys haben mittlerweile Kameras, die normalen Digitalkameras in nichts nachstehen. Eine Freundin von mir schwört darauf, dass ihr ein Handy so manche Kontrolle und Diskussion erspart hat und sie es nie abgeben musste. Ein Handy ist zudem schnell gezückt, um ein paar heimliche Aufnahmen zu machen. Aber natürlich auch hier wieder die obligatorische Warnung es nicht zu weit zu treiben. Ich will nicht in Schuld sein, wenn euer teures iPhone in den Taschen eines Wächters verschwindet 😉

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