„Pharaos Rache“ – Durchfall & Co in Ägypten vermeiden

Wasser und Trinken

Die Crux mit dem Leitungswasser

Das Leitungswasser ist mittlerweile in einem viel besseren Zustand als noch vor einigen Jahren. Trotzdem können sich bei älteren Rohren und wenig gepflegten Wassertanks Keime und Bakterien bilden, die zum Durchfall führen können.

Ich putze mir vorsichtshalber immer noch meine Zähne mit Wasser aus Flaschen, auch wenn zumindest in Kairo das Wasser mittlerweile so stark gechlort ist, dass eigentlich nichts mehr passieren sollte (aber wegen der hohen Konzentration an Chlor solltet ihr das Kairoer Leitungswasser natürlich auch nicht trinken).

Fayrouz

Getränke aus Dosen und Flaschen (auf Siegelverschluss achten), sind in Ägypten kein Problem – vorausgesetzt man trinkt nicht zu kalt. Fayrouz war eines meiner Lieblingsgetränke dort.

Viel trinken – aber nicht zu kalt

Bei der ägyptischen Hitze solltet ihr viel trinken! Mindestens 3 – 5 l am Tag! Und das bitte nicht eiskalt – das verursacht nicht nur Durchfall, sondern schockt auch den Kreislauf, hier droht also doppelte Gefahr. Und auch wenns schwer fällt: Verzichtet lieber auf Eiswürfel, die bestehen nämlich meist aus schnödem Leitungswasser. Ein simples „no ice, please“ kann einem also den Tag, wenn nicht sogar den Urlaub retten.

Die Bilharziose

Schon im alten Ägypten war die Bilharziose weit verbreitet, deren Erreger in vielen Mumien gefunden wurden. Kleine Larven der Schistosomen (Saugwürmer) dringen dabei durch die Haut in die Körper von Mensch und Tier ein. Nachdem sie sich an einer passenden Stelle eingenistet haben, ernähren sie sich vom Blut ihres Opfers. Da die Saugwürmer im Süßwasser leben, solltet ihr möglichst nicht in Kontakt mit dem Nil kommen – zumindest raten euch das die meisten Reiseführer. Als wir dies zwei Archäologinnen auf Elephantine erzählt hatten, die uns gerade von einem Bad im Nil berichtet haben, ernteten wir nur Kopfschütteln und schallendes Gelächter. Aber gut: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Erste Anzeichen können eine allergische Reaktion der Haut sein. Später können grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schüttelfrost auftreten, die noch bis zu 2-10 Wochen nach der Infektion auftreten können. Schwere Durchfälle können die Folge sein. Milz und Leber können anschwellen und je nachdem, wo sich die Viecher einnisten, können auch andere Organe betroffen sein. Schlimmstenfalls kann die Krankheit bis zum Tod führen.

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