Trinkgeld und Bakschisch

Bakschisch-Stress vermeiden

Stress macht man sich oft nur selbst

Zugegeben: Wir waren bei unserer ersten Reise nach Ägypten sehr unentspannt, wenn uns der (gefühlte) 10. Ägypter an einem Tag für eine kleine Gefälligkeit auf die Pelle rückte und uns um Bakschisch anbettelte. Nicht nur die ständige Fragerei nach Bakschisch sorgte bei uns für einen Überschuss an Stresshormonen, sondern auch der ständige Kleingeldmangel in unserer Geldbörse und die Frage: ‚Wieviel geben wir denn jetzt? Was ist gerecht?‘

Bei unserer zweiten Reise nach Kairo waren wir da schon entspannter. Hier haben wir das Geld am Flughafen und in den Wechselstuben noch „smaller“ getauscht, Tickets gnadenlos mit großen Scheinen gekauft und ein Bündel Notfall-Bakschisch in Form von 1-Dollar-Scheinen mitgenommen. Auch die Frage ‚Wieviel geben wir?‘ haben wir nun lockerer genommen und haben in unserem Enthusiasmus das ein oder andere Mal anscheinend viel zu viel gegeben, was wir leicht an den aufgerissenen Augen des „Beschenkten“ erkennen konnten. ‚Naja, ok, beim nächsten Mal geben wir dann halt weniger‘, dachten wir dann achselzuckend. Stress macht man sich oft nur selbst.

„La, Shokran“

Natürlich waren wir auch in Kairo nicht gefeit vor stressbedingten Schweißausbrüchen. Vor allem an den Pyramiden musste ich mich oft zusammenreißen, die aufdringlichen Händler und Bakschisch-Jäger nicht laut anzuschreien, und mit undamenhaften Ausdrücken zum Teufel zu jagen. Dort half auch manchmal unser lautes und bestimmtes „la, shokran“ (nein, danke) nicht, das wir in Luxor zusammen mit einer abwehrenden Handhaltung erfolgreich gegen zu aufdringliche Ägypter angewandt haben (auch wenn wir das „la“ mehrmals wiederholen mussten). An den Pyramiden hilft oft nur eins: Ignorieren. Und wenn das nicht hilft: Wegrennen.

Kamel

Manch einer mag ein Bild mit sich auf einem Kamel als wertvolle Reiseerinnerung mit nach Hause nehmen wollen. Aber Vorsicht! Besonders bei den Pyramiden (hier ein Kamel in einem nubischen Dort bei Assuan) ist folgende Masche sehr beliebt: der Tourist wird eingeladen auf einem Kamel aufzsitzen. Das Kamel geht nach oben, ein Foto des stolzen Reiters wird gemacht und nun will man wieder runter. Aber erst nach einem entsprechenden Bakschisch gibt der Kamelführer seinem Tier den Befehl wieder nach unten zu gehen. Da hilft auch alles Meckern und Zetern nicht.

 

Das könnte Dich auch interessieren