Die Schöpfungsgeschichten

Vier Schlangen und Frösche - Die Schöpfungsgeschichte von Hermopolis

Schlangen,  Frösche, Gänse

In der Stadt Hermopolis erzählten sich die Menschen, dass ihre Stadt ebenfalls als erste aus dem Urwasser entstieg.

Es entstanden vier schlangen- und vier froschgestaltige Götter unter dem Urhügel der Stadt Hermopolis. Diese waren das Urgewässer Nun und Naunet, die Endlosigkeit und Ewigkeit Huh und Hauhet, die Finsternis Kuk und Kauket und Amun und Amaunet (Die Namen von Amun und Amaunet sind des Öfteren ersetzt worden. In manchen Texten liest man auch Tenem und Tenemet, Niau und Niauet oder Gereh und Gerhet), die in etwa für die unsichtbare Kraft oder Luft/Wind standen.

So entstand die Achtheit von Hermopolis. Die vier männlichen Götter wurden als Frösche, ihre weiblichen Gegenstücke als Schlangen dargestellt.

Der Hase und das Ei

Eine andere Variante der Schöpfungsgeschichte von Hermopolis erzählt uns von einer Gans (der „Große Schnatterer“), die erstmals das Schweigen der urzeitlichen Stille brach und ein Ei legte, aus das der Sonnengott Re entschlüpft sein soll.

Osterfest?

Hermopolis war die Hauptstadt des so genannten „Hasengaus“. Ei und Hase erinnern uns sofort an unser Osterfest. Die Verbindung ist aber wahrscheinlich reiner Zufall. Allerdings spielte das Ei eine große Rolle in Hermopolis. Es wurde als angeblich echte Reliquie dort aufbewahrt und war die Attraktion für alle Hermopolis-Pilger.