Der Schlangenpapyrus

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Auf der stürmischen Überfahrt nach Alexandria entgeht der Magier Anathos nur knapp einem Mordanschlag. Wer und warum hat man versucht, ihn umzubringen? Durch einen Hinweis erfährt seine Tochter Sophia von dem Schlangenpapyrus, der mit geheimnisvollen Schriftzeichen versehen ist. Ist er der Grund, weshalb ihr Vater ermordet werden sollte? Zuerst scheint es so, als ob sie das Geheimnis nicht lösen könnte, denn der Papyrus wird beschlagnahmt und in die Bibliothek gebracht. Gemeinsam mit dem jungen Schreiber Demetrios versucht Sophia, dem Geheimnis des Papyrus auf die Spur zu kommen. In die Quere kommen ihnen immer wieder Krates, der Verwalter des Museions und ein mysteriöser Wüstenbewohner, der den Anschlag auf Sophias Vater geplant hat. Als hätte Sophia nicht schon genug Probleme, verliebt sie sich auch noch in Demetrios, der aber mit der schönen Arsinoe zusammen ist. So machen sie sich zusammen auf, das Rätsel zu lösen und gegen ihre Feinde zu kämpfen.

Das Buch ist eigentlich für Kinder und Jugendliche verfasst worden, lässt sich aber auch als Erwachsener ganz gut lesen. Der Versuch, Geschichte mit Fiktion zu verbinden, gelingt der Autorin sehr gut. So ist der Kampf um die Thronfolge der Ptolemäer, in dem Caesar auf der Seite Kleopatras steht und der schließlich in den großen Brand der Bibliothek (bzw. der Lagerhallen) ihren traurigen Höhepunkt erlangt, geschickt in die Geschichte mit eingebunden. Fußnoten an einigen Stellen laden zu weiterführenden Erklärungen am Ende des Buches ein. Ein kleiner Kritikpunkt an den manchmal etwas ausschweifenden Erzählstil der Autorin, der jüngeren Lesern die Lektüre des Buches sicher nicht so einfach macht. Auch fand ich die Erklärung, was es denn nun mit dem Schlangenpapyrus auf sich hat, mehr als banal und einfallslos. Davon hätte ich mir mehr versprochen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack für ein in Ansätzen gut durchdachtes Buch.

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