Die Braut des Nil

von

Der junge Kamose wächst zur Zeit Ramses II. wohlbehütet bei seinen Eltern auf, die sich als arme Bauern mit viel Mühe ein kleines Anwesen erarbeitet haben. Eines Tages erscheint ein Mann vor ihrer Tür. Er behauptet, dass ihm Pharao Ramses das Gut als Dank für seine erfolgreichen Dienste im Krieg gegen die Hethiter überlassen hat. Die Eltern fügen sich in ihr Schicksal. Aber Kamose ist davon überzeugt, dass es sich um einen Irrtum handeln muss und schwört, erst wieder in sein Heimatdorf zurückzukehren, wenn er alles aufgeklärt hat. Und so macht er sich auf den Weg nach Theben, um Einsicht in das Katasteramt zu erhalten. Aber das Amt liegt im Innern des Tempels von Karnak, in dem ein Bauerssohn wie er niemals Zutritt haben darf. Als Bildhauerlehrling gelangt er in den Vorhof aber trotzdem ist es noch ein weiter Weg zu seinem Ziel. Durch Fleiß und Ehrgeiz wird ihm die einmalige Gelegenheit gegeben, Schreiber zu werden. Dies ist seine einzige Chance, in das Innere des Tempels zu gelangen. Aber er muss hart dafür arbeiten und da ist auch noch die Priesterin der Göttin Hathor, in die er sich unsterblich verliebt hat. Sie ist die Tochter des Richters und auch hier verbietet ihm sein Stand, sein Ziel zu erreichen…

Natürlich kann sich jeder denken, wie dieses Buch, das für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre geschrieben wurde, enden wird. Auch liegt die Botschaft der Geschichte auf der Hand: Durch Beharrlichkeit und Fleiß kann man ein auf den ersten Blick unerreichbares Ziel dennoch erreichen. Auf den erhobenen Zeigefinger wird dennoch verzichtet, was man vor allem am Charakter von Kamose sieht, der kein typischer feingeschliffener Held ist, sondern sich eher durch einen jähzornigen und dickköpfigen Charakter auszeichnet.
Eine flotte Geschichte ohne Längen, die auch erste Eindrücke in die Kultur und das Leben zur damaligen Zeit vermittelt.

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