Sachmet 2 – Die Rache der Löwin

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Die Archäologin Anna hat sich nach ihren Ausgrabungen in Kom el Hetan am Totentempel Amenophis III. in ihrer Heimatstadt Saarbrücken zurückgezogen. Sie ist mittlerweile von ihrem Ehemann geschieden und trifft zufällig ihren alten Freund Alex wieder. Der kommt mit weniger guten Nachrichten: Seine Ehefrau und Annas Freundin Karen ist ermordet worden. Wurde sie wegen einer altägyptischen Schreiberpalette ermordet, die aus ihrem Besitz gestohlen wurde?

Noch rätselhafter ist die plötzlich blutende Statue aus Ägypten, die sie in ihrem letzten Abenteuer im Grab des Bek entdeckt hatte. Zudem fand ihre Partnerin Andrea eine hölzerne Ptah-Statue in Amenophis III. Totentempel mit geheimnisvollen Worten und dem Siegel der Königin Teje. Ihr Freund Ahmed bringt ihr aus Luxor noch eine seltsame Substanz mit, die sich sofort schmerzhaft in Annas Hand frisst. „Du wirst zurückgeben, was mir gehört“ schallt es aus Annas Radio und sie weiß, dass alles wieder beginnt.

Theben zur Zeit Echnatons: Teje ist tot. Bent, Hohepriesterin der Isis unter den Namen Sahu-Re, spürt, dass ihre gute Freundin Teje ihren letzten Atemzug im weit entfernten Achet-Aton gemacht hat. Und die bösen Mächte der Göttin Sachmet, die Teje all die Jahre im Zaun gehalten haben, erwachen. Ein schweres Erdbeben erschüttert den Tempel Amenophis III. in Kom el-Hattan. Nur mit Mühe kann Bent noch einmal die Göttin in ihrer Zerstörungswut aufhalten. Dank einer Phiole mit dem Blut der Göttin und einer Zauberformel, die Teje in der Statue Ptahs versteckt hatte, konnte sie die Macht über Sachmet wiedererlangen. Doch Bent weiß: Sachmet wird zurückkehren und ihre Macht zurückfordern…

15 Jahre nach „Sachmet“ erzählt die Autorin Katharina Remy die Geschichte der Priesterin Bent und der Archäologin Anna weiter. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt der Geschichte aber auf die Priesterin Bent und Annas Geschichte der Gegenwart wird eigentlich nur kurz am Anfang und am Ende erzählt. Es ist wie im ersten Band immer noch Bent, mittlerweile gealterte Priesterin der Isis, deren Leben im Kampf für die Götter und gegen die Göttin Sachmet den Leser fesselt.

Annas Geschichte mit der blutenden Statue, den seltsamen Funden (die sich im Laufe von Bents Geschichte aufklären) und dem Mord ihrer Freundin ist nur wie eine Randnotiz, bei der noch einige Fragen offen bleiben. Zumindest das offene und überraschende Ende gehört aber eindeutig Anna, während die letzten Seiten von Bent eher dahinplätschern und mit der Begegnung des neuen Thronfolger Tutanchamuns und den Umzug von Achet-Aton nach Theben endet.

Ein großes Lob geht an die liebevolle Gestaltung des Buches. Zusammen mit der Grafikerin Elke Bassler hat Katharina Remy einige Szenen mit der Hauptprotagonistin Bent illustriert. So wird die Priesterin nicht nur vor dem geistigen Auge zum Leben erweckt.

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Sachmet 2 – Die Rache der Löwin ist ein guter Fortsetzungsroman für alle, die wissen möchten, wie es mit Bent und Sachmet weitergeht. An dem 184-seitigen Buch werden aber nur diejenigen richtig Freude haben, die Teil 1 gelesen haben. Ansonsten fehlen einfach zu viele Zusammenhänge. Sechs Jahre nachdem ich den ersten Band von „Sachmet“ in den Händen hielt, konnte ich mich zwar grob noch an einige Personen und Handlungen erinnern aber an einigen Stellen versagte dann doch das Gedächnis. Das war dann so, als wenn man eine Serie erst in der dritten Staffel anfängt zu schauen, also nicht unbedingt empfehlenswert. Daher gibt es noch mal einen Skarabäus Abzug.

Das offene Ende lässt erahnen, dass es noch einen dritten Band von „Sachmet“ geben wird. Trotz der Kritik, werde ich auch diesen lesen, denn natürlich möchte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte um Bent und Anna enden wird. Ich würde mir dann aber wünschen, dass der Roman ein paar Seiten mehr hätte und auch die Leser mit einem nicht ganz so guten Gedächnis (wie ich 😉 ) ganz in die Geschichte eintauchen könnten.

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