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Am Nil – Der Traum der Sonne

Autor: Elin Hirvi


Seiten: 416 | Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform Erscheinungsjahr: Juli 2015 | ISBN: 1514820196 | Rezensiert von: Carina Felske

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Gesegnet mit einer außergewöhnlichen Stimme, gelangt das einfache Mädchen Anchet-Bast in den Harem des Pharaos Echnaton. Sie findet sich schon mit dem gemütlichen Leben einer unbeachteten Nebenfrau ab, als sie durch ihren schönen Gesang die Aufmerksamkeit des Pharaos erregt.

Ihr Ehrgeiz ist entfacht und sie tut alles, um nicht wieder in die Bedeutungslosigkeit einer unbeachteten Nebenfrau abzugleiten. Spätestens nach der Geburt ihres Sohnes werden auch die beiden Königsgemahlinnen auf sie aufmerksam und Anchet-Bast rutscht mitten hinein in das Ränkespiel um Macht und Ansehen. Schließlich muss Anchet-Bast sich entscheiden: Stellt sie sich auf die Seite der Großen Königsgemahlin Nofretete oder auf die Seite Kijas, der Schwester und Geliebten Echnatons.

Obwohl Nofretetes Stern bereits am Sinken ist, entscheidet sich Anchet-Bast gegen die machthungrige Kija. Doch schon bald kommen ihr Zweifel an der Richtigkeit ihrer Entscheidung, denn sie muss um ihr Leben und das Leben ihres Sohnes fürchten, als sich Kija mit ihrer ehemaligen Rivalin verbindet. Will Nofretete ihr wirklich helfen und sie gegen die Drohungen der beiden schützen? Oder ist sie nur Spielball der ehemals mächtigen Königin? Schließlich eröffnet Nofretete ihr einen teuflischen Plan und Anchet-Bast muss sich entscheiden, ob ihr Ehrgeiz stärker als ihre Vernunft ist…

Ich liebe dieses Buch!! Was auf dem ersten Blick nach einer Geschichte unter vielen aus der Amarna-Zeit klingt, ist auf dem zweiten ein unglaublich fesselndes Buch, das mich hauptsächlich wegen der vielschichtigen und glaubwürdigen Charaktere in seinen Bann gezogen hat.

In der Geschichte spielen ganz klar die Frauen die Hauptrolle. Da ist zum einen die ehrgeizige Anchet-Bast, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, dann die arrogante und von Eifersucht zerfressene Kija und schließlich natürlich die geheimnisvolle Nofretete, bei der man nie so recht weiß, ob sie wirklich Sympathien für Anchet-Bast hegt oder sie nur als Werkzeug benutzt.

Vorbildlich wurden von der Autorin Eli Hirvi die historischen Fakten aufgearbeitet und in die fiktive Geschichte um Anchet-Bast eingebettet (auf künstlerische Freiheiten weist die Autorin noch mal separat in einem Nachwort hin). Wenn man das Buch nach dem Lesen beiseite legt und denkt ‚Ja, so hätte es wirklich passiert sein können‘, spricht das schon sehr für einen historischen Roman.

„Das war doch jetzt nicht alles, oder?“ entfuhr es mir entsetzt, als ich nach einer halb durchwachten Nacht über die letzten Zeilen des offenenen Endes stolperte. Und glücklicherweise ist es das auch nicht, denn „Der Traum der Sonne“ ist nur der erste Teil einer Trilogie (der zweite Band soll schon im Herbst 2015 erscheinen). Da bleibt mir erst einmal nichts anderes übrig, als den nächsten beiden Teilen entgegenzufiebern.

Klare Empfehlung: Lesen!

Das hier gezeigte Cover stammt von der Kindle-Version. „Am Nil. Der Traum der Sonne“ gibt es aber auch als Taschenbuch zu kaufen

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