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Endlich hatte der Franzose Jean Francois Champollion (1790 - 1832) den Stein von Rosette in der Hand. Diesen wichtigen Stein, der einen Text in Hieroglyphen, in demotischer (eine Weiterentwicklung der hieratischen Hieroglyphenschrift (Schreibschrift) und in griechischer Schrift enthält. Champollion vermutete schon früh, dass alle Texte denselben Inhalt haben - und der griechische Text ist einfach zu entschlüsseln. Bevor Champollion anfing die Hieroglyphen zu entschlüsseln, sammelte er erst mal Überlegungen seiner Vorgänger: 1. Bei Zeichen, die in einem Oval - einer Kartusche - eingeschlossen sind, handelt es sich um einen Eigennamen. 2. Ein Name in einer Kartusche wurde schon als der des Ptolemäus erkannt, wenn auch noch nicht entziffert. 3. Sie sind nur ein Dekorationsmittel (was Champollion schon sofort als falsch zurückweist) 4. Die Hieroglyphen sind eine ideografische Schrift, also jedes Zeichen steht für ein bestimmtes Wort.5. Die Hieroglyphen sind eine
syllabische Schrift, also jedes Zeichen steht für die Silbe eines Wortes. |
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6. Die Hieroglyphen sind Lautzeichen, also jedes Zeichen steht für einen Laut. Für keine der Theorien gab es bisher irgendwelche Beweise und die galt es nun zu finden. Also beschäftigte sich Champollion intensiver mit dem Stein von Rosette und
kam zu folgendem Schluss: Einige Zeit später bekam Champollion einen Papyrus in die Hände, auf dem der Name Kleopatra in demotischer Schrift geschrieben war. Er versuchte nun den Namen in Hieroglyphen umzuschreiben obwohl er vorher noch nie den Namen in Hieroglyphen gesehen hatte. Wird das "l" wirklich mit einem Löwen geschrieben, wie es auch bei Ptolemäus der Fall ist? Und tatsächlich! 1822 erhielt er die Abschrift eines Obelisken aus Philae auf dem der Name Kleopatra genauso stand, wie er ihn aus dem demotischen umgewandelt hatte. Er hatte es also tatsächlich geschafft! Er begann nun sich mit Namen aus römischer Zeit zu beschäftigen und schaffte es auch recht bald alle zu lesen. Aber was war mit den altägyptischen Namen? Vielleicht wurden ja nur
griechische und römische Namen mit dieser Lautschrift geschrieben?! Bei weiteren
Nachforschungen fand er aber schnell heraus, dass sich seine Theorie auch auf Namen
altägyptischer Pharaonen übertragen ließ. Und nicht nur auf Namen, sondern auch auf
andere Texten. Aber es gibt nicht nur Lautzeichen. So schrieb er auch von sogenannten
ideografischen Zeichen, wie z.B. das Bildzeichen für Mann Champollion begann nun die Hieroglyphenschrift mit dem koptischen (Kopten waren die christl. Nachfahren der alten Ägypter) zu vergleichen und fand so Verwandtschaftsbezeichnungen und Fürwörter in den Hieroglyphenschriften. Bald war es auch kein Problem mehr für ihn, die Grammatik der alten Ägypter zu erschließen. Im Juli 1828 machet er sich auf den Weg nach Ägypten und
versuchte erfolgreich die alten Texten auf den Obelisken, Stelen und Tempeln des Landes zu
lesen. |