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Als um ca. 3000 v. Chr. Ober- und Unterägypten vereint wurde, entwickelten sich auch gleichzeitig die Hieroglyphen. Dies hatte einen ganz einfachen Grund: um ein so großes Reich zu verwalten und Steuern und Gesetze zu erlassen war eine Schrift unerlässlich. Natürlich gebrauchte man die Hieroglyphen auch für die Inschriften auf Tempeln und Pyramiden und um die Taten des Pharao hervorzuheben. Die Hieroglyphen waren zwar sehr schön anzusehen, aber sie hatten
auch einen Nachteil: man konnte mit der Druckschrift einfach nicht schnell schreiben. Also
entwickelte sich mit der Zeit eine Schreibschrift, die sogenannte
hieratische Schrift, die sich viel besser und schneller auf Papyrus schreiben ließ. Etwa im 7. Jh. v. Chr. wurde
das Hieratische noch weiter
vereinfacht und verkürzt. Es entstand die demotische Schrift, die immer mehr zur
Alltagsschrift wurde. Die hieratische Schrift verwendete man aber weiterhin hauptsächlich
für religiöse Texte auf Papyrus. Daher kommen auch die beiden griechischen Namen.
"demotisch" heißt soviel wie Volksschrift und "hieratisch" kann man
mit Priesterschrift übersetzen.
Fast 3500 Jahre gebrauchte man die Hieroglyphenschrift. Im 1. Jh. n. Chr. wurde Ägypten von Missionaren heimgesucht, die mit ihrem christlichen Glauben schnell Gehör fanden. Die Religion hat sich bis in die heutige arabische Zeit durchgesetzt. Wir nennen diese Religionsgemeinschaft "Kopten", aus dem arabischen "Kibt" von "Aigyptios" abgeleitet. Aber zurück zur Geschichte: Anfang des 4 Jh. war fast ganz Ägypten bekehrt und man verfemte die alte heidnische Kultur mit ihren Gebräuchen und ihrer Schrift. Mit dem Christentum führte man die griechische Schrift ein und ergänzte einige ägyptische Zeichen für im griechischen nicht vorkommende Laute. Auch heute noch wird diese Schrift als Liturgiesprache in koptischen Kirchen benutzt. |
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