Grab und Grabbeigaben

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Lebensversicherungen für das Jenseits

Die Wände eines Grabes waren geschmückt mit Szenen aus dem Alltag des Verstorbenen, die als ewige Erinnerung in das Grab eingemeißelt oder gemalt wurden. Möbel, Kosmetika und viele weitere Dinge wurden in sein Grab gelegt. Sowohl die Alltagsgegenstände als auch die Bilder auf den Grabwänden konnte er mit in sein jenseitiges Leben nehmen.


Wenn niemand mehr lebte, der den Totenkult für den Verstorbenen auf sich nehmen konnte, sicherten die aufgemalten und mitgegebenen Opfergaben die ewige Versorgung seines Kas. Für einen vollen Magen sorgten auch Jagdszenen, die Fleisch und Geflügel auf dem ewigen Speiseplan bereithielten.



Maya vor einem Opfertisch

Nicht nur mumifizierte Tiere sorgten für das leibliche Wohl des Verstorbenen, sondern auch Opfertische. Der Grabherr sitzt vor einem reichlich gedeckten Tisch, der ihn im Jenseits mit kulinarischen Genüssen versorgen sollte.
Grab des Maya, Sakkara
Neues Reich, 18. Dynastie