Der Fluch des Pharao

Gibt es den Fluch wirklich?

Was ist wahr? Was ist unwahr?

Die Geschichte über den Fluch des Pharao bahnte sich ihren Weg durch die Weltpresse, und auch heute glauben viele noch an den Fluch des Pharao. Aber was ist dran an dieser Geschichte?

Der Kanarienvogel

Die Geschichte um Carters Kanarienvogel, der am Tag der Graböffnung von einer Kobra gebissen wurde, stammt von Arthur Weigall – ein Ägyptologe und früherer Journalist. Ob diese Geschichte wahr ist, konnte nie eindeutig bewiesen werden. Einige behaupten, der Kanarienvogel sei einfach nur bei einer Bekannten Carters untergekommen.

Carnarvon auf dem Sterbebett

Mysteriös ist der Satz, den Carnarvon auf dem Sterbebett gesagt haben soll: „Ein Vogel zerkratzt mein Gesicht“. Vielleicht kannte der Lord das Grab aus der 1. Zwischenzeit, in dem geschrieben steht, dass Nechbet (geiergestaltige Schutzgottheit) jedem das Gesicht zerkratzt, der irgendetwas in dem Grab anstellen würde. Zumindest muss der Lord sehr starkes Fieber und Wahnvorstellungen gehabt haben.

Der Stromausfall in Kairo

In der Nacht von Lord Carnarvons Tod hat es tatsächlich einen Stromausfall in Kairo gegeben. Carnarvons Sohn erzählte später, dass die Familie im Kairoer Elektrizitätswerk angefragt hätte und die Verantwortlichen keine Erklärung für den Ausfall gehabt hätten. Diese Aussage hat eigentlich nichts zu sagen, denn unerklärliche Stromausfälle kommen auch heute noch in Ägypten häufig vor. Das wird 1923 nicht anders gewesen sein. Zudem gibt es unterschiedliche Aussagen, wann es zu dem Stromausfall gekommen ist. Carnarvons Todeszeitpunkt war laut seiner Sterbeurkunde 1.45 Uhr. Sein Sohn gab den Ausfall in seinen Memoiren um 2.00 Uhr an. Die englische Zeitung „The Daily Express“ um 1.40 Uhr, also vor seinem Tod. Egal welche Aussage stimmt – das Licht in Kairo ging nicht genau zum Todeszeitpunkt des Lords aus.

Carnarvons Hündin Susie

Susie, die genau zum Todeszeitpunkt Carnarvons in England laut aufgeheult und danach tot umgefallen sein soll, starb laut den Angaben von Carnarvons Familie tatsächlich in der Todesnacht ihres Herrchens. Aber nicht zum gleichen Zeitpunkt. Der Sohn Carnarvons berichtet in seinen Memoiren von Susies Tod um 3.55 Uhr englischer Ortszeit und, so sagt er weiter, die Uhren in England würden 2 Stunden vorgehen – der Todeszeitpunkt war also um 1.55 Uhr ägyptischer Zeit. Dies ist aber nicht korrekt, denn die englische Zeit ist zwei Stunden hinter der ägyptischen zurück. Also war es in Kairo 5.55 Uhr als der Hund starb. 4 Stunden nach dem Tod seines Herrchens.