Von Flüchen in Gräbern

Giftige Substanzen in Gräbern

Erfolgreiches Mittel gegen Grabräuber?

Durch die „mysteriösen“ Todesfälle nach der Graböffnung Tutanchamuns (→ Der Fluch des Pharao) hielt sich viele Jahre lang das Gerücht, dass die alten Ägypter absichtlich Substanzen in ihren Gräbern verstreuten, um Eindringlingen den Garaus zu machen.

Eisenoxid

In der Baharia Oase im Grab des Zedchonsuefanch, der unter Pharao Apries (585-570 v. Chr.) lebte, fand im Jahr 2000 der damalige Leiter der ägyptischen Altertümerverwaltung Zahi Hawass auf dem Sarkophag ein gelbes Pulver. Dieses Pulver stellte sich als Eisenoxid heraus, das in dem Grab einen schlimmen Gestank verbreitete und Hawass den Atem raubte. Erst mit Atemmasken konnte das archäologische Team das Grab wieder betreten und das Pulver entfernen. Warum es dort lag – dafür hatte Hawass auch keine Erklärung. Aber ob es dort verstreut wurde, um Grabräuber in die Flucht zu treiben, ist nicht gesichert. Zumindest ist bisher kein Grab entdeckt worden, in dem die Skelette von vergifteten antiken Grabräubern stapelweise aufeinanderlagen.

Radioktivität?

Andere Forscher haben gar behauptet, dass die Ägypter ihre Gräber radioaktiv verseucht haben. In manchen Granitformen lässt sich tatsächlich radioaktives Uran feststellen – zumindest prinzipiell. In einem ägyptischen Grab konnte bisher noch kein mit Uran angereicherter Granit entdeckt werden.