Kleopatra

Die Schlacht bei Actium

Der letzte Kampf

Am 2. September 31 v. Chr. kam es in Actium im Nordwesten Griechenlands zur entscheidenden Seeschlacht.

Kleopatras und Antonius‘ Flotte war nach einer Seuchen- und Malariaplage sowie etlichen Deserteuren, die auf die Seite Octavians herüberliefen, nur noch ein Schatten ihrer selbst. 230 römisch-ägyptische Schiffe mit stark dezimierter Mannschaft standen Octavians Flotte mit 400 Kriegsschiffen gegenüber. Was dann passierte, ist bis heute ungeklärt.

Verrat?

Ließ Kleopatra ihren Gemahl im Stich und floh mit ihrer Flotte gen Ägypten? Heute hat sich die Theorie durchgesetzt, dass Antonius ihr durch eine taktische Meisterleistung die Flucht ermöglicht hat: Er ließ seine Schiffe zusätzlich mit Segeln bestücken, was für Kriegsschiffe der damaligen Zeit völlig unüblich war. Als die Schlacht begann, hielt er Octavians Flotte mit Katapulten von sich fern. Antonius wusste, dass sich der Wind in der Bucht von Actium um die Mittagszeit drehte.

Kleopatras Flucht

Als der Zeitpunkt gekommen war, hisste Kleopatras Flotte ihre Segel und bahnte sich blitzschnell ihre Linie durch eine Lücke, die Antonius ihr freigemacht hatte. Nachdem Antonius seine Kleopatra in Sicherheit wusste, floh er ebenfalls. Zurück blieb ein völlig perplexer Octavian, der weder die beiden Geliebten noch die prallgefüllte Staatskasse der beiden in die Finger bekommen konnte.

Doch Octavians Propagandamaschine erklärte ihn als klaren Sieger. Und so sollte es letztendlich auch kommen.

Antonius‘ Selbstmord

Am 1. August 30 v. Chr. nahm Octavian Alexandria ein. Als Antonius vom angeblichen Tod Kleopatras hörte, stürzte er sich in sein Schwert. Er überlebte schwerverletzt und als er vernahm, dass Kleopatra doch noch lebte, ließ er sich in ihr Mausoleum bringen, wo sie sich verschanzt hatte. Er starb letztendlich in ihren Armen.