Das Zweibrüdermärchen

Batas Rache

Kapitel 26

Nachdem das Land hell geworden und der nächste Tag entstanden war, da wurde Bata zu dieser Gestalt, von der er zu seinem älteren Bruder gesprochen hatte. Daraufhin setzte sich Anubis auf seinem Rücken bis zum Morgen.

Er gelangte dahin, wo man (seine Majestät) war. Man ließ seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, von ihm wissen. Und er erblickte ihn und er begann, sich außerordentlich zu freuen und er gab ein großes Festopfer mit dem Worten: „Dies ist ein großes Wunder, das geschehen ist.“

Man bejubelte ihn im ganzen Land. Daraufhin wog man ihn mit Silber und Gold auf für seinen älteren Bruder und er ließ sich in seinem Dorf nieder.

Man gab ihm viele Dinge und der Pharao, er lebe, sei heil und gesund, liebte ihn mehr als alle Menschen, die es im ganzen Land gibt.

Kapitel 27

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem, trat er (Bata) in den ‚reinen Ort‘ und er stellte sich dorthin, wo die Edelfrau war. Er begann mit ihr zu sprechen mit den Worten: „Schau, ich lebe noch“. Sie sagte zu ihm: „Wer bist du denn?“ Er sagt zu ihr: „Ich bin Bata! Ich weiß: Als du veranlasst hast, dass man die Zeder für den Pharao, er lebe, sei heil und gesund, zerhackte, da war es ein Plan gegen mich, damit ich nicht am Leben gelassen werde. Schau! Ich lebe noch, ich bin ein Stier!“

Da fürchtete die Edelfrau sich sehr wegen der Nachricht, die ihr Ehemann zu ihr gesagt hatte.

Daraufhin ging er aus der Küche heraus.

Seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, setzte sich, um einen schönen Tag mit ihr zu verbringen. Sie schenkte seiner Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, ein und man (der Pharao) war sehr glücklich bei ihr.

Kapitel 28

Daraufhin sagte sie zu seiner Majestät, sie lebe, sei heil und gesund: „Veranlasse, dass mir vor Gott mit dem Worten geschwört werde: Das was die (Frau) zu ihm sagen wird, das wird er für dich erhöhren.“

Er hörte alles was sie sagte. „Man veranlasse, dass ich von der Leber dieses Stieres esse möge, denn er wird keine Dinge tun (= ist nutzlos).“, so sagte sie zu ihm.

Man (der Pharao) litt sehr durch das, was sie sagte und das Herz des Pharaos, er lebe, sei heil und gesund, schmerzte ihm sehr.

Nachdem das Land hell geworden und der nächste Tag entstanden war, rief man ein großes Festopfer aus für die Opferung des Stieres.

Man ließ einen ersten königlichen Auwärter seiner Majestät, sie lebe sei heil und gesund, losgehen, um zu veranlassen, dass der Stier geopfert werde.

Daraufhin, später, veranlasste man, dass man ihm opfert. Danach war er auf den Schultern der Menschen und er schüttelte (sich) mit seinem Nacken. Er ließ von ihm zwei Tropfen Blut neben den zwei Türpfosten des Pharaos, er lebe, sei heil und gesund, fallen. Und der eine war auf der Seite des großen Tores des Pharaos, er lebe, sei heil und gesund, und der Andere auf der anderen Seite. Sie wuchsen zu zwei großen Perseabäumen und ein jeder von ihnen war erstklassig.

Kapitel 29

Daraufhin ging man zum Pharao, er lebe, sei heil und gesund, um zu sagen: Zwei große Perseabäume sind in der Nacht durch ein großes Wunder für seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, gewachsen. Neben dem großen Tor seiner Majestät, sie lebe, sei heil und gesund.

Man bejubelte sie im ganzen Land und man (der Pharao) opferte ihnen.

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesen, erschien seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, am Erscheinungsfenster, einen Kranz aus Zwiebeln und allerlei Blumen um den Hals und er stieg auf seinen Streitwagen aus Weißgold.

Und er fuhr hinaus zu seinem Palast, er lebe, sei heil und gesund, um nach den Perseabäumen zu schauen. Da kam die Edelfrau auf einem Pferdegespann hinter dem Pharao, er lebe sei heil und gesund, heraus.

Daraufhin setzte sich seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, unter den einem Perseabaum (der nächste Teil fehlt, laut Gardiner: wohingegen die Edelfrau sich unter den anderen setzte)

Da sprach Bata zu seiner Ehefrau: „He, du Lügnerin, ich bin Bata. Ich bin am Leben zum Trotz gegen dich. Ich weiß: Das Veranlassen, dass du gemacht hast, nämlich das Fällen für den Pharao, er lebe sei heil und gesund, war meinetwegen. Ich wurde zum Stier und du hast veranlasst, dass ich getötet werde.“

Kapitel 30

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem, da begann die Edelfrau seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, einzuschenken und man war glücklich bei ihr als sie zu seiner Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, sagte: „Veranlasse, dass mir vor Gott mit den Worten geschwört werde: Dass was die Edelfrau mir sagen wird, das werde ich für sie erhöhren. So sollst du sagen.“

Er hörte alles was sie sagte. Sie sagte: „Veranlasse, dass man die Perseabäume abschneidet und man sie zu schönen Möbelstücken macht.“ Man (der Pharao) hörte alles, was sie sagte.

Nachdem ein kurzer Augenblick (verging), ließ seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, kundige Handwerker losschicken und man fällte die Perseabäume für den Pharao, er lebe, sei heil und gesund, und daraufhin sah es die Königsgemahlin, die Edelfrau.

Da flog ein Splitter und trat in den Mund der Edelfrau hinein, woraufhin sie ihn verschluckte und sofort schwanger wurde. Und man machte aus ihnen (den Bäumen) all das, was sie sich wünschte.

Kapitel 31

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem, da gebahr sie einen Sohn. Man ging los, um es seiner Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, zu sagen. ‚Man hat dir einen Sohn geboren‘ Daraufhin brachte man ihn her und man gab ihm eine Amme (zum Stillen?) und eine Amme.

Man jubelte im ganzen Land und man (der Pharao) ruhte, um einen schönen Tag zu machen (= einen Feiertag zu feiern) und man begann damit, ihn aufzuziehen und seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, liebte ihn von der (ersten) Stunde an sehr.

Man (der Pharao) ernannte ihn zum Königssohn von Kusch.

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem, da machte ihn seine Majestät, sie lebe, sei heil und gesund, zum Kronprinzen des ganzen Landes.

Kapitel 32

Nachdem einige Tage vergangen waren nach diesem, hatte er viele Jahre als Kronprinz im ganzen Land verbracht.

Da flog seine Majesät, sie lebe sei heil und gesund, zum Himmel. Da sagte man (Pharao/Bata): „Man veranlasse, dass mir meine hohen Beamten von seiner Majestät geholt werden, damit ich sie wissen lasse von allen Angelegenheiten, die mir geschehen sind.“ Daraufhin brachte man ihm seine Frau und er prozessierte gegen sie vor ihnen und unter ihnen gab es Zustimmung.

Man brachte ihm seinen älteren Bruder und er machte ihn zum Kronprinzen im ganzen Land. Er war 30 Jahre der König von Ägypten, bis er aus dem Leben schied.

Und sein älterer Bruder nahm seinen Platz ein an dem Tag des Andockens (= Todestag).

Es ist gut und zufriedenstellend zu Ende gekommen durch den Ka des Schreibers des Schatzhauses des Pharaos, er lebe, sei heil und gesund, Qai-Geba, den Schreiber Hori, den Schreiber Meri-m-Ipet gemacht für den Schreiber Inena, der Herr dieses Schriftstückes.

Was den betrifft, der über dieses Schriftstück (schlecht) redet, den macht Thot zum Kampfgegner.

Übersetzung: Carina Felske